STI Liegenschaften AG (Tochtergesellschaft)
STI Liegenschaften AG (Tochtergesellschaft)
Verwaltungsrat
Präsidentin
Mitglied seit 2025
Geschäftsführerin
Volkswirtschaft BEO
Spiez
Vizepräsident
Mitglied seit 2023
Dr. phil. nat.
Chemiker
Thun
Mitglied seit 2023
Architekt FH, Unternehmer
Münsingen
Demission per 19. Juni 2025
- Hans Rudolf Zaugg
Geschäftsführung
Geschäftsführer seit 2023
Revisionsstelle
(gewählt bis Generalversammlung 2026)| PricewaterhouseCoopers AG |
Erläuterungen zum Geschäftsjahr
Vorwort des Geschäftsführers
Der Umstieg auf Elektromobilität im öffentlichen Verkehr stellt einen tiefgreifenden Paradigmenwechsel dar. Nebst der Beschaffung neuer Fahrzeuge erfordert die Umstellung der Antriebstechnologie eine umfassende Infrastrukturplanung, leistungsstarke Netzanschlüsse sowie ein intelligentes Lademanagement.
Die anspruchsvollen Arbeiten zur Umsetzung des technischen Mobilitätskonzepts der Zukunft standen im Berichtsjahr im Zentrum unserer Tätigkeit. Dies betraf sowohl die Aufrüstung bestehender Liegenschaften als auch die Planung unserer Neubauprojekte.
Ganz im Sinne unseres Leitsatzes «Gemeinsam Menschen und Regionen verbinden – mit dem Leben und der Zukunft» richten wir unser Handeln konsequent auf diese Herausforderungen aus.
Hans-Jürg Stettler,
Geschäftsführer
Organisation
Die Konzerntochter STI Liegenschaften AG ist für sämtliche Belange in folgenden Bereichen zuständig:
- Liegenschaftsportfolio-Management
- Facility-Management
- Anlagen-Management
Die Umsetzung der verschiedenen Aufgaben wird von einem Team aus zehn Mitarbeitenden sichergestellt und koordiniert: einem Geschäftsführer, zwei Projektleitern, zwei Mitarbeitenden im Bereich Liegenschaften sowie fünf Mitarbeitenden in der Liegenschaftsreinigung. Je nach Aufgabe oder Projekt werden sie von externen Fach- und Unterhaltsfirmen, Fachplanern sowie Spezialfirmen unterstützt.
Projekte
Neubauprojekt Hauptsitz STI
Die Planungsarbeiten gestalten sich weiterhin anspruchsvoll. Es gilt, die Anforderungen des Busbetriebs mit den planungsrechtlichen Vorgaben zu vereinen.
Die steigenden Ansprüche an die Nutzung der Parzelle sowie der wachsende Bedarf an Busabstellplätzen machten wiederholte Überarbeitungen des Richtprojekts erforderlich. Aufgrund des ausgebauten Fahrplanangebots stieg die Anzahl der Fahrzeuge deutlich an. Die Normalbusse mit erreichter Lebensdauer wurden dabei mehrheitlich durch Gelenkbusse ersetzt. Vor diesem Hintergrund wurde zur Freihaltung einer Fläche für eine Wohn- und Gewerbenutzung unter anderem die Machbarkeit einer doppelgeschossigen Einstellhalle geprüft. Diese Variante wurde jedoch aufgrund des grundrissbedingten Flächenverbrauchs, der baulichen und betrieblichen Herausforderungen sowie der technischen Anforderungen verworfen.
Diese Rahmenbedingungen verlangten eine erneute Anpassung des Raumprogramms. Gleichzeitig führten Erkenntnisse mit Blick auf die Einführung der E-Mobilität sowie darauf abgestimmte Prozess- und Infrastrukturanpassungen (z. B. Wegfall einer Tankstelle) zu einer weiteren Straffung des Mengengerüsts.
Mit Blick auf diese veränderte Ausgangslage wurde ein Planungsteam beauftragt, einen innovativen Entwurfansatz zu entwickeln. Dieser soll aufzeigen, ob die vielseitigen Anforderungen erfüllt werden können, die angestrebte Wohn- und Gewerbenutzung gemäss dem Regionalen Entwicklungskonzept 2035 realisierbar ist und die raumplanerischen Vorgaben eingehalten werden können.
Parallel zu den Projektierungsarbeiten wurden mit der Gemeinde Steffisburg mögliche Verfahrenswege (Qualitätssicherung, Regelbauzone, ÜO/ZPP) erörtert. Ziel ist es, zeitnah eine Planungsvereinbarung zu formulieren, um die weitere Entwicklung eines zukunftsorientierten und nachhaltigen Hauptsitzes voranzutreiben.
Neubauprojekt Wilderswil
Im Berichtsjahr konnte vor dem Verwaltungsgericht eine Einigung mit der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega sowie dem Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL über die kritisierten Projektinhalte (Sichtberme und Gebäudemasse) erzielt werden. In der Folge wurde das Projekt vom Rechtsamt der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern BVD an das zuständige Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli zurückgewiesen.
Aufgrund der vorgenommenen Projektanpassungen und der inzwischen mehr als fünfjährigen Verzögerung ist davon auszugehen, dass das Projekt neu publiziert werden muss. Das weitere Vorgehen wird noch festgelegt.
E-Mobilität STI
Der Wechsel zur E-Mobilität erfordert eine zuverlässige Energieversorgung. Für die Liegenschaftsversorgung sowie die geplanten 46 Ladepunkte der künftigen Elektroflotte werden am Standort Schwäbis leistungsstarke Strominfrastrukturen realisiert.
In einer ersten Etappe hat die Energie Thun AG nach der Badesaison im Flussbad Schwäbis an der bestehenden 16-kV-Leitung einen Abzweiger installiert. Anschliessend wurde die Leitung mittels einer Spülbohrung unter der Grabenstrasse zur STI-Parzelle geführt. Im peripheren Bereich des Areals wurde eine neue Mittelspannungsanlage erstellt, über die die bestehenden Gebäude mit Strom versorgt werden.
Zur Sicherstellung des Fahrstroms wird über einen Kabelrohrblock eine weitere, zwischen den beiden Einstellhallen gelegene Technikkabine erschlossen. In dieser werden zwei neue Transformatoren mit einer Leistung von jeweils 2500 Kilovoltampere (kVA) installiert.
Zum Vergleich: Diese Energiemenge ermöglicht das gleichzeitige Laden von bis zu 450 Elektro-Personenwagen oder die Versorgung eines kleinen Stadtquartiers mit Haushaltsstrom.
Diese weiterführenden Arbeiten, die Niederspannungsverteilung, die Hallenerschliessung und die Montage der Ladetechnik sollen bis Ende 2026 abgeschlossen werden.
Auch in den Einstellhallen in Blumenstein, Grindelwald, Heimenschwand und Heiligenschwendi muss die Ladeinfrastruktur bereitgestellt werden. Die entsprechenden Versorgungskonzepte wurden im Berichtsjahr gemeinsam mit externer Unterstützung und den jeweiligen Stromnetzeigentümern erarbeitet. Nach der Bewilligungsphase sollen auch diese Projekte 2026 umgesetzt werden.
Ziel ist es, dass sämtliche Einstellhallen per Ende 2026 für den Betrieb unserer künftigen Elektrobusflotte vorbereitet sind.
Facility-Management
Sanierung Vorplatz und Riedbachkanal in Blumenstein
Im Nachgang der Sanierungsarbeiten im Depot Blumenstein wurde die Kanaldecke des unmittelbar angrenzenden Riedbachkanals überprüft. Dabei wurden gravierende Schäden an Decke und Wänden festgestellt, die eine sofortige Sanierung erforderlich machten. Gemeinsam mit der Gemeinde Blumenstein wurde ein Sanierungskonzept entwickelt und die entsprechenden Bauarbeiten in Auftrag gegeben.
Während der Bauphase kam es zu erheblichen betrieblichen und verkehrstechnischen Einschränkungen, insbesondere bei der Garagierung und Betankung der Fahrzeuge. Dank des grossen Engagements und der Flexibilität unserer Mitarbeitenden konnten diese Herausforderungen erfolgreich bewältigt werden. Zusätzlich führten mehrere Gewitter und starke Regenfälle zu Hochwassersituationen in der Baugrube, die durch geeignete Massnahmen entschärft werden konnten.
Innerhalb einer intensiven dreimonatigen Bauphase wurde die Eindolung vollständig erneuert. Der darüberliegende Vorplatz sowie die Strassenoberfläche wurden komplett saniert und sind nun für den Schwerverkehr (Panzerroute, Belastung bis zu 55 Tonnen) wieder uneingeschränkt befahrbar.
Interlaken
In der Werkstatt Interlaken wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt.
Die vollständige Neueinrichtung der Büroarbeitsplätze und des Sitzungszimmers ermöglicht den Mitarbeitenden ein verbessertes Arbeitsumfeld.
Darüber hinaus wurden für die Werkstattmitarbeitenden ein neuer Aufenthaltsraum mit einer funktionalen Küche sowie ein Garderobenbereich mit Dusche geschaffen.
Grindelwald
Am Standort in Grindelwald werden über den Zeitraum von zwei Jahren verschiedene Sanierungs- und Aufwertungsarbeiten umgesetzt. Im Berichtsjahr wurden unter anderem eine Teeküche eingebaut, die Sanitäreinrichtungen erneuert, diverse Kleinboiler durch einen 600-Liter-Boiler ersetzt sowie die komplette Warmwasserverteilung saniert.